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Ausbildung zum DIN-geprüften Beschichtungsinspektor
Ob Stahlbrücke, Windenergieanlage oder Industriebau – die Qualität einer Korrosionsschutzbeschichtung entscheidet maßgeblich über Lebensdauer, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit eines Bauwerks. Mängel in der Ausführung bleiben oft jahrelang unsichtbar und führen erst dann zu teuren Schäden, wenn eine Sanierung kaum noch wirtschaftlich darstellbar ist. Auftraggeber, Bauherren und Sachverständige verlangen deshalb zunehmend einen belastbaren Qualifikationsnachweis für das Personal, das Beschichtungen plant, ausführt und überwacht.
Der zweiwöchige Vorbereitungslehrgang des Instituts für Korrosionsschutz Dresden (IKS) vom 09. bis 13. November 2026 und 23. bis 27. November 2026 qualifiziert Fach- und Führungspersonal gezielt für die Zertifizierung zum DIN-Geprüften Beschichtungsinspektor. Als offizieller Schulungspartner von DIN CERTCO verbindet das IKS fundierte Theorie mit intensiver Praxis – auf Basis der aktuellen DIN EN ISO 12944 (04/2025) sowie der norwegischen Norm NS 476.
Woche 1 – Grundlagen, Werkstoffe und Beschichtungssysteme (09.–13.11.2026)
Die erste Lehrgangswoche legt das fachliche Fundament: Wie entsteht Korrosion, welche Schutzverfahren stehen zur Verfügung und wie werden Beschichtungssysteme normgerecht ausgewählt und aufgebaut?
- Theorie der Korrosion: Elektrochemische Grundlagen, Korrosionsarten und ihre Bedeutung für die Praxis des Korrosionsschutzes.
- Korrosion der Metalle: Verhalten unterschiedlicher Werkstoffe und Schadensmechanismen unter realen Umgebungsbedingungen.
- Korrosionsschutzauswahl und -gerechtes Konstruieren: Kriterien für die Auswahl geeigneter Schutzsysteme sowie konstruktive Vermeidung korrosionsfördernder Details.
- Kathodischer Korrosionsschutz: Grundlagen eines etablierten Verfahrens zum Schutz von Bauwerken, Rohrleitungen und Anlagen.
- Vorbereitung und Vorbehandlung von Oberflächen: Verfahren als Grundlage langlebiger Beschichtungen.
- Metallische Überzüge und Beschichtungsstoffe: Funktionsweise, Eigenschaften und Einsatzbereiche der wichtigsten Schutzschichten.
Woche 2 – Applikation, Prüfung und Regelwerke (23.–27.11.2026)
Die zweite Woche fokussiert auf die normgerechte Ausführung und Bewertung in der Praxis – jenem Bereich, in dem der Beschichtungsinspektor seine zentrale Verantwortung trägt:
- Korrosionsschutzbeschichtungen: Aufbau, Wirkungsweise und Bewertung organischer Beschichtungssysteme.
- Applikationsverfahren: Praxisgerechte Verarbeitung und typische Fehlerquellen bei der Ausführung.
- Prüfung und Belastung von Beschichtungen: Prüfverfahren zur Beurteilung von Qualität und Dauerhaftigkeit.
- Qualitätssicherung im Werk und auf Baustellen: Methoden zur normgerechten Überwachung und Dokumentation.
- Schadensfälle und Instandsetzung: Analyse realer Schadensbilder und fachgerechte Sanierungsstrategien.
- Regelwerke und Normen: DIN EN ISO 12944 (04/2025), ZTV-ING Teil 4 Abschnitt 3, TL/TP-KOR-Stahlbauten sowie Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutz.
- Korrosion und Korrosionsschutz von Beton: Besonderheiten dieses zunehmend relevanten Anwendungsfeldes.
Praktikum und Exkursion
Ergänzend zu den Vorlesungen umfasst der Lehrgang ein zweitägiges Praktikum mit vielseitigen Stationen und Versuchen, das in kleinen Gruppen individuell durchgeführt wird. In der Regel besteht zudem die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Exkursion in ein im Korrosionsschutz tätiges Unternehmen, beispielsweise eine Feuerverzinkerei oder einen Galvanikbetrieb. Damit verbindet der Lehrgang wissenschaftlich fundierte Inhalte mit unmittelbarer Anwendungserfahrung.
Ihr Nutzen auf einen Blick
Der Lehrgang richtet sich an Personen, die als Planer, Führungspersonal oder Gutachter im Korrosionsschutz von Stahlbauten tätig sind – typischerweise in Korrosionsschutzunternehmen, bei Beschichtungsstoffherstellern, in Planungs- und Sachverständigenbüros sowie im Stahl- und Anlagenbau. Sie profitieren von:
- Anerkanntem Qualifikationsnachweis: Mit dem Zertifikat des DIN-Geprüften Beschichtungsinspektors weisen Sie Ihre Qualifikation gegenüber Auftraggebern, Bauherren und Sachverständigen belastbar nach.
- Offizieller Schulungspartnerschaft: Das IKS ist anerkannter Schulungspartner von DIN CERTCO – Lehrgangsinhalte und Prüfungsvorbereitung sind exakt auf die Zertifizierungsanforderungen abgestimmt.
- Aktueller Normgrundlage: Die Lehrinhalte basieren auf der aktuellen DIN EN ISO 12944 (Version 04/2025) und decken die einschlägigen Regelwerke des Stahlbaus vollständig ab.
- Verzahnung von Theorie und Praxis: Vorlesungen, ein zweitägiges Praktikum in kleinen Gruppen und eine Unternehmensexkursion machen Inhalte unmittelbar anwendbar.
- Expertise aus über 60 Jahren Forschung: Lernen Sie direkt von den Fachleuten des IKS, einem der führenden Institute für Korrosionsschutz in Deutschland.
Die Prüfung ist nicht Bestandteil des Lehrgangs, findet jedoch ebenfalls am IKS Dresden statt und wird von DIN CERTCO in Kooperation mit dem IKS durchgeführt. Die Voraussetzungen und Anforderungen für den Erwerb des Zertifikats sind auf der Homepage von DIN CERTCO einsehbar. Der Lehrgang kann auch unabhängig von der Zertifizierung als anerkannte Weiterbildungsmaßnahme besucht werden.
Sichern Sie sich Ihren Platz und qualifizieren Sie sich für eine der gefragtesten Fachfunktionen im Korrosionsschutz. Die Teilnehmerzahl ist aus Kapazitätsgründen begrenzt – eine frühzeitige Anmeldung wird empfohlen.
Organisatorisches im Überblick
Termine: 09.11.–13.11.2026 und 23.11.–27.11.2026 (Prüfung: 27.11.2026)
Vorlesungszeiten: Montag bis Freitag, 08:00–16:30 Uhr (Registrierung am 09.11.2026 ab 08:30 Uhr)
Veranstaltungsort: Technologiezentrum Dresden, Gostritzer Straße 63, 01217 Dresden
Teilnahmegebühr: 3.100 € (mehrwertsteuerfrei gemäß § 4 Nr. 22 UStG; Prüfungsgebühr wird separat von DIN CERTCO erhoben)
Anmeldefrist: 02.11.2026 (danach nach Absprache)
Anmeldung: www.iks-dresden.de/weiterbildung oder per E-Mail an seminar@iks-dresden.de
Veranstalter: Institut für Korrosionsschutz Dresden GmbH, Gostritzer Straße 65, 01217 Dresden
